FÖD Sozialeingliederung, Armutsbekämpfung, Sozialwirtschaft
und Politik der Großstädte
Niemand wünscht sich, freiwillig in Not zu geraten. Konkurs, Krankheit, Arbeitslosigkeit, familiäre Probleme…: niemand ist vor der sozialen Ausgrenzung gefeit. Unbarmherzig schlägt sie zu und scheint zu besiegeln, von der Gesellschaft nicht mehr gebraucht zu werden. Blicke wenden sich plötzlich ab und Türen verschließen sich. Armut heißt unweigerlich Einsamkeit und Vereinsamung. Manchmal empfindet man Gleichgültigkeit, meistens aber Unbehagen.
Die Aufgabe des ÖSHZ besteht nun eben darin, die Türen der Gesellschaft offen zu halten, und allen Menschen, die in (der) Armut (über)leben oder mit sozialen Schwierigkeiten kämpfen, eine Hilfe, eine Unterstützung oder eine Lösung für ihre Probleme anzubieten. Wieder an den Dialog anknüpfen können, der durch die Existenzwunden unterbrochen wurde. Zuhören, hinsehen und vor allem an eine Zukunft denken, wieder in die Selbständigkeit zurückfinden und ein menschenwürdiges Dasein führen können.
Mit diesem Leitfaden möchten wir die Türen der ÖSHZ noch weiter öffnen, ihre Zugänglichkeit verbessern und die Bürger über das Leistungsangebot aufklären. Denn Armut ist weder Schande noch Schicksal und in einer auf Gerechtigkeit beruhenden Gesellschaft ist es unser aller Anliegen.
Philippe Courard
Der Staatssekretär für Soziale Eingliederung